Region & Terroir

<article>Röschitz liegt im westlichen Weinviertel, an den Ausläufern des Manhartsberges. Hier findet man hervorragende Voraussetzungen für den Weinbau, vielleicht sogar die besten im ganzen Weinviertel.

Dank einer geologischen Besonderheit:
Im Weinviertel ist vorwiegend Kies, Sand und Löss. Untypischerweise gibt es hier kaum sandige Böden sondern karge Urgesteinsböden, mit Granit und teilweise seichten Lößüberdeckungen.</article>

Was für den Ackerbau von Nachteil ist, erweist sich als Vorteil für den Weinbau.
Das kristalline Urgestein ermöglicht, zusammen mit dem eher kühlen Klima, einen besonders eleganten, mineralisch würzigen Weinstil. Unverkennbar!

Klima

Die Weingärten liegen zwischen 250 bis 360 m Höhe. Auch im Hochsommer sind die Nächte recht kühl. Die thermische Abwechslung führt zu fruchtig, komplexen Geschmackserlebnissen, die typische Säure bleibt auch bei hoher Gradation erhalten.
Und: es regnet relativ wenig (490 mm Jahresniederschlagsmenge).
Trockenes Klima und Urgestein zwingen die Wurzeln der Reben tief in den Boden, was zu besonders ausgeprägten Gaumenkitzel führt. Da spürt man die Mineralik!

Die Grubers bewirtschaften rund um Röschitz einen Großteil eigener Weingärten, sie arbeiten aber auch mit anderen Winzern zusammen. Die Parzellen sind teilweise recht klein, insgesamt zählt das Weingut 150 verschiedene Weingärten. Da wird die Ernte oft zu einem logistischen Meisterstück!
Die kleinen, aber feinen Unterschiede der Lagen, der Böden und der Klein-Klimata ermöglichen den Grubers jedoch gerade deshalb ein unverwechselbares, hochdifferenziertes Sortiment an fruchtig-eleganten, aber auch kräftigen Weinen.

Sortenspiegel

Weiß
Grüner Veltliner knapp über 50%, Riesling 7 %, der Rest verteilt sich auf Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Chardonnay und Welschriesling.

Rot
Zweigelt 25%, Pinot Noir, St. Laurent und Cabernet Sauvignon.

Lagen

REIPERSBERG
Reipersberg liegt auf kargem Urgesteinsboden (Granit), davon erhalten die Weine ihren typisch mineralischen Charakter. Die Südlage ist terrassenförmig angelegt und die Rebstöcke zählen zu unseren ältesten: Sie sind bis zu 60 Jahre alt.

HUNDSPOINT
Als „Point“ bezeichnete man früher das Beste vom Besten:
Grundstücke mit höchster Fruchtbarkeit.
Der Hundspoint ist eine reine Südlage, sein fetter Lößboden ein „hitziger“ Boden: er speichert die Wärme besonders gut. So gelangen die Trauben zu höchster Reife.

KÖNIGSBERG
Der Königsberg liegt östlich vom Röschitzer Ortskern. Er erhebt sich bis zu 353m. Seine Bodenbeschaffenheit ist aus Urgestein. Die Gesteinsverwitterungen der Granitmassen plus verschiedenste Kalkablagerungen straffen die mineralische Komponente seiner Weine.

HINTERHOLZ
Holz ist ein volkstümlicher Ausdruck für Wald, so liegt bezeichnenderweise hinter diesem Weingarten ein Wäldchen. Durch diese Nachbarschaft ergibt sich ein besonderes Mikro-Klima: Die Tages- und Nacht-Temperaturen schwanken stärker, was sich prägnant auf die Frucht auswirkt. Auch das Hinterholz liegt auf Urgesteinsboden.

GALGENBERG
Bis ins 19. Jahrhundert war dieser Ort tatsächlich eine Richtstätte, inzwischen wird er zum Glück für Vergnüglicheres gebraucht.
Sein lehmiger Lößboden ist ideal für Rotwein, besonders St. Laurent und Pinot Noir, die Rebstöcke haben ihre erste Jugend schon hinter sich und sind 15 Jahre alt.

LAUSCHEN
Dieser Begriff kommt von„luschen“ , im Spätmittelalter bezeichnete man damit etwas, das verborgen liegt. So liegt der Lauschen in einer Senke, die sich durch ein eigenes, geschützteres Mikro-Klima auszeichnet. Der fruchtbare Lößboden ist ideal für Zweigelt.

MÜHLBERG
Die Anhöhe erhebt sich unweit der ehemaligen Röschitzer Mühle. Es handelt sich um eine stark nach Süden geneigte Riede mit einem wertvollen Bestand an alten Reben, die Unterlage besteht aus für Röschitz typischem Urgestein.

Übrigens: die umtriebige Familie Gruber bewirtschaftet auch 2 andere, traditionsreiche Weingüter des Weinviertels:
Stift Altenburg und Schloss Maissau.

Weingut Schloss Maissau

Weingut Stift Altenburg